Auf einigen meiner Webseiten habe ich Google Adsense eingebunden. Praktisch sind die Anzeigen von google, weil eigentlich nur themenrelevante Anzeigen angezeigt werden. Man braucht sich eigentlich keine Gedanken zu machen. Leider stimmt dabei „Eigentlich“ – denn was für meine Seiten themenrelevant ist, bestimmen diejenigen, die Anzeigen buchen.

Die Advertiser bieten auf Keywords. Je mehr Etat und Keywords sie „belegen“, desto billiger wird der Klick für sie, Das Zauberwort dort heißt „Quality Score“ für die Anzeigen bei Google. Wie der genau funktioniert, habe ich bis heute nicht verstanden. Ergebnis ist allerdings, das offensichtlich Advertiser die Anzeigen zu so billigen Klickpreisen bekommen, das sie satte Arbitrage-Geschäfte auf so genannten MFA-Seiten („Made for Adsense“) machen. Für billige Klickpreise kaufen sie Traffic auf Seiten mit Adsense ein, der auf Seiten landet, auf denen der Kunde wieder nur Adsense klicken kann. Dazu kommen die Großen im Advertiser-Bereich, ebay, amazon und Co, die wohl auch für Centbeträge alle Keywords belegen, die nicht schnell genug weglaufen können.

Konsequenz daraus: Die „themenrelevanten“ Anzeigen auf meinen Seiten sind belegt von Billigheimern und MFA-Seiten. Sollte mal jemand klicken, bringt das nur wenige Cent. Und so gerne wollen die Leuts das auch nicht klicken!

Abhilfe verschafft da nur Handarbeit: Ich durchforste inzwischen regelmäßig die Seiten, auf denen ich Adsense eingebunden habe auf unerwünschte Anzeigen, die eingeblendet werden. Und die Anbieter, die ich nicht haben will, sperre ich dann in meinem Google Adsense Account unter „Adsense Setup“ – „Filter für Konkurenzanzeigen“ aus. Nach Eintrag in der Liste dauert es etwa 12-48 Stunden, und die unerwünschten URLs tauchen nicht mehr auf.

Positiver und erwünschter Effekt dabei: Meine Klickraten (Seiten-CTR) sind nach oben geschossen und der Durchschnitt pro 1000 Views (eCPM) hat einen schönen Satz nach oben gemacht. Offensichtlich wollten meine Besucher die Billigheimer Anzeigen auch nicht – die anderen animieren sie jedenfalls mehr zum klicken – oder sie sind Sie meine Besucher interessanter und für mich lukrativer. Für mich auch gesundheitlich von Vorteil: Ich bin weniger angenervt von 2 Cent Klicks nach ebay, amazon, und Co und das Bier schmeckt besser.

So kann man Google bei Qualitätsverbesserungen für sein Adsense helfen. Ist allerdings viel Handarbeit, die wohl niemals aufhören wird. Diese nervigen billigst – MFA Seiten und Klickverkaufende „Preissuchmaschinen“ schießen mit ihren Etats wie Pilze aus dem Boden …