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Bye, bye Goggle Directory

Google hatte seit Jahr und Tag einen Clone von DMOZ (Open Directory Project) als „Google Directory in der Zeile über dem Suchfeld verlinkt. Diesen Platz hat das Google Directory jetzt offensichtlich verloren. Diesen Link an einer der prominentesten Stellen des Internet hat jetzt ein anderer Service von Google inne. Das Google Directory findet man jetzt weit versteckter nachdem man auf den „mehr>> “ link über dem Suchfeld gedrückt hat – und dort untergebracht in einer Liste von haufenweise anderer Services.

Schon seit einem Jahr ist das Google Directory nicht mehr auf aktuelle Daten aus dem von Hand sortierten größten Verzeichnis im Internet ergänzt worden. Dieser Clone arbeitet mit Daten vom Ende 2005.

Die Zeiten zumindest dieses Google Directorys ( als Clone von DMOZ) sind damit wohl gezählt. Das vermutet man jedenfalls. Ob Google einfach nur gemerkt hat, da dieser Service für die meisten Suchenden nicht sonderlich wichtig ist (könnte man ja an den Zugriffszahlen sehen) oder selbst an einem eigenen Verzeichnis bastelt, wird sich noch herausstellen. Interessant dabei, das „Froogle“, die nicht so richtig angenommene Preissuchmaschine von Google, den prominenten Linkplatz bekommen hat.

Für viele Webseiten, die seit Jahr und Tag bei DMOZ gelistet sind, kann diese Veränderung dramatische Auswirkungen auf den angezeigten PR haben. DMOZ und vor allem auch dessen Clone Google Directory sowie die hunderte von anderen DMOZ Clonen waren immer ein „wichtiger Provider“ für den angezeigten PR von dort gelisteten Webseiten. Für viele Webmaster gab es schon in den letzten Jahren keinen anderen Grund sich um die Aufnahme in dieses Verzeichnis zu bemühen – Besucher hat es eigentlich nie gebracht. Ein prima Provider für Linkpopularität, etwas PR – und die einzige Chance einen beständigen Link von Google selbst zu erhalten: Ãœber das Google Directory.

Schon im letzten Jahr hatte Google angefangen, die simplen DMOZ Clone aus den Suchergebnissen zu entfernen. Wäre jetzt auch ein Wunder, wenn der Google eigene Clone davon verschont bliebe. Der ist halt auch nur „Doppelter Content“ – und den wollen die Spezialisten in Mountainview aus Ihren Suchergebnissen heraus werfen.

Das längste PR-Update aller Zeiten

Einigermaßen regelmäßig, in letzter Zeit so ca. alle drei Monate, wird bei Google der Toolbar Page Rank (Toolbar PR) neu angezeigt. Den Toolbar PR sieht man, wenn man die Google-Toolbar auf seinem Computer installiert hat. Angezeigt wird dort dann der intern kalkulierte PR einer Webseite an einem bestimmten Stichtag – der in der Regel einige Tagen oder Wochen vor dem Zeitpunkt eines solchen updates errechnet wurde. Dieser „Stichtag“ ist für alle indexierten Webseiten bei Google jeweils der Gleiche. Praktisch also ein Abbild der Einschätzungen, die Google zu einem bestimmten Zeitpunkt vom Netzt hat.

Unabhängig davon, ob und wie viel der angezeigte PR etwas mit den Rankings in den Suchergebnissen zu tun hat, wird dieser Toolbar-PR als beliebte Schnelleinschätzung einer Webseite hergenommen – gerade wenn es um Linktauscherei oder Mitbewerbereinschätzungen geht. Viele Webmaster freuen sich regelmäßig auf die Toolbar-Updates, weil ein langsam wachsender grüner Balken als offensichtlicher Erfolg der SEO-Arbeit gewertet wird. Eine art „kleines Gütesiegel“ – wenn auch nach einem nicht leicht zu verstehenden Bewertungskriterium.

Normalerweise dauert so ein Toolbar-Update auf allen Google Daten-Centern nur ein bis zwei Tage – dann sind die Daten auf allen Datencentern synchron.

Das letzte Update – oder sollte man sagen „das derzeit laufende Toolbar-PR-Update“ – braucht für die Synchronisierung inzwischen schon über einen Monat – und das, obwohl es PR-Daten von einem Stichtag Mitte/Ende Juli einspielt. Ein Ende ist derzeit nicht abzusehen. So lange hat das noch nie gedauert – und deutet auf einige Probleme bei Google hin. Google schafft es nicht, seine Daten auf den unterschiedlichen Datencentern zu synchronisieren.

Betrachtet man es genauer, stellt sich heraus, das nicht nur der Toolbar-PR nicht synchron läuft: Viele der Datencenter werfen unterschiedliche SERPS aus, Abfragen wie die link: Abfrage, oder die Site: Abfrage geben verschiedene Auskünfte – je nachdem welches Datencenter man gerade erwischt, wenn man Google nutzt. Und auch die Suche nach einzelnen Keywords in den Suchergebnissen der verschiedenen Datencenter ergeben unterschiedliche Ergebnisse. Für einzelne Keywords finden sich bei einigen meiner Seiten bis zu 8 verschiedene Positionen in den SERPS, teilweise mit Unterschieden von 40 oder mehr Positionen. Prüfen kann man ds zum Beispiel mit dem Tool auf www.seo-server.de.

Nebelwerfer Matt Cutts hatte dies angekündigt und mit unterschiedlicher Infrastruktur auf den Datencentern erklärt. „Google spinnt“ behaupten Andere. Sicher ist: Was Google als Suchergebnis anzeigt hängt davon ab, auf welchem Datencenter man landet. Es gibt nicht einheitliche Google-SERPs – es gibt viele verschiedene. Das längste Toolbar-Update aller Zeiten ist nur ein Indikator für unsynchron arbeitende Datencenter.

Google bombing – Linkkrieg für den Wahlkampf

Heise hat es gerade bemerkt: „Google bombing“ hat Einzug genommen in den derzeit laufenden us-amerikanischen Wahlkampf. Der Google Algorithmus zur Bewertung von Relevanz für Suchergebnisse macht es möglich.

Was ist nun „Google bombing“? Eigentlich nicht viel anderes als die meisten SEOs für Ihre Off-Page Optimierung machen. Ein bestimmtes Dokument einer Webseite wird mit möglichst vielen eingehenden Links mit gleichem Linktext von unterschiedlichen Webseiten versorgt – ganz einfach um die Relevanz dieses Dokumentes für das entsprechende Keyword zu heben und das Dokument in den SERPS nach oben klettern zu lassen. Bekanntlich klappt das sogar, wenn das entsprechende Keyword nicht einmal auf dem jeweiligen Dokument auftaucht. „Google bombing“ ist damit zunächst einmal ein einfaches Instrument der Suchmaschinen-Optimierung.

Und wie nimmt das Einzug in den Wahlkampf der USA? Zunächst: Auch in den USA wird das Internet immer stärker bei der Informationsbeschaffung – sogar wenn es darum geht, eine Wahlentscheidung zu treffen. Auch in den USA sind die Suchmaschinen für fast alle Informationssuchenden die erste Anlaufstelle. Was könnte für den politischen Gegner jetzt schöner sein, als das ausgerechnet ein kritischer Artikel einer großen Zeitung über einen Kandidaten der Gegenseite unter dessen Namen als erster in den Suchergebnissen auftaucht – am besten sogar vor dessen persönlicher Homepage.

In der Blogger Szene der Demokraten wurde also dazu aufgerufen, entsprechende kritische Berichte aufzulisten und organisiert jeweils mit dem Namen des Kandidaten zu verlinken. Über 70 solcher Artikel bei verschiedenen, großen Zeitungen in den USA werden so „promoted“. Die Blogger gehen davon aus, das die Wahlentscheidungen auch durch die Informationen getroffen werden, die ein Nutzer im Internet findet – und hier wollen sie mithelfen, das auch kritische Berichte über die jeweiligen Kandidaten hoch in den Serps erscheinen.

Mal schauen, wie sich die Blogger Szene, die eher den Republikaner nahe steht, gegen dieses „Google bombing“ wehrt: Grundsätzlich könnten auch sie in den Linkkrieg einsteigen und dann die positiven Artikel zu ihren Kandidaten verlinken. Natürlich könnten sie auch zum „Gegenangriff“ aufrufen und Artikel über demokratische Kandidaten „bomben“.

Ein Kampf um Platz 1 in den Google Suchergebnissen – diesmal mit politischem, nicht wirtschaftlichen Hintergrund. Der Google Algorithmus macht es möglich.

„Google bombing“ hat übrigens in den USA schon eine längere Tradition – unter dem Begriff „miserable failure“ (erbärmliches Versagen) erscheint seit Jahr und Tag die Homepage des Weißen Hauses unter Präsident G.W.Bush.

Nebelwerfer Matt Cutts?!

Irgendwie ist es recht wiedersprüchlich:

1. Das derzeit offizielle Verlautbarungsorgan von Google – Chef-Blogger Matt Cuts – erklärt in seinem Blog, das der PR keine Auswirkung auf die Suchergebnisse hat. Man solle Ihn einfach nicht beachten. Im Grundsatz nix neues, auch wenn seine Jünger jubeln über so klare Worte.

2. Fast zeitgleich berichtet besagtes Sprachrohr von Google bei battllemedia von dem tollen Erfolg gegen linkkauferei bei w3c.org. Durch da beherzte Eingreifen von w3c.org konnte ein Linkkauf zusatandgebracht werden, der den Google Guidelines entspräche.

Ja was denn nur, Matt? Wenn der PR keine Bedeutung für die Serps hat – was schert Euch denn ein Linkkauf oder das „dazugehörende“ nofollow? Hätte doch eh keine Auswirkungen – oder? Und wenn doch: Warum gibts im Matt Cutts Blog Aussagen, der PR habe nichts aber auch gar nichts mit irgendwelchen Rankings zu tun?

Für mich siehts wiedersprüchlich aus – und damit wieder mal nach dem bekannten Matt-Cutts-Nebelwerfer.

Konkretere Aussagen zu Googles Denke findet man seit einiger Zeit bei dem Blog von Vanessa Fox zu den Google-Sitemaps – oups „Google-Webmaster-Tools„. Ansonsten bleibt auch weiterhin das Ausprobieren erste SEO-Pflicht sich auf Offizielles verlassen klappt einfach nicht.

Milliardäre in acht Jahren

Gerade eben ist mir aufgefallen, das es eine Welt vor Google gab. Google ist am 7.September 2006 erst 8 Jahre alt geworden. Seit dem ist das Unternehmen nicht nur auf inzwischen über 5.000 Mitarbeiter gewachsen: Google hat einen milliardenschweren Börsenwert und etwas, das mit Geld kaum zu kaufen ist: Google gehört zu den 10 wichtigsten Marken weltweit. Das muss man den Jungs erst mal nachmachen.

Seit 2005 stehen die Google Gründer Sergey Brin und Larry Page auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen. Wenn irgendwer der Vorzeigeunternehmer in der ganzen dot com Welt ist, dann sicher diese Beiden. Der Kopf der Technologie ist dabei Sergey Brin, Larry Page übernahm von Anfang an als CEO den Bereich „Procucts“. Als Team haben die Beiden die Welt der Suchmaschinen aufgemischt – und damit richtig Geld verdient. Beispiele des „amerikanischen Traums“?

Auf jeden Fall mal Glückwünsche für die erfolgreiche Arbeit – und „Happy birthday Google“ nachträglich!

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