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Public Relations für Webseiten

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Böses

Volksverdummung oder schlechte Recherche … ?

Die Zeitung heißt „Internet Magazin“ und erscheint als Printversion. In der derzeit neuesten Version 10/2006 schafft man es auch hier, sich mit Suchmaschinenmarketing auseinanderzusetzen. Soweit, so gut. Tipps für die Suchmaschinenoptimierung sind immer fein.

Welchen Schrott der Redakteur da allerdings zusammenschrieben hat ist wirklich peinlich! Alan Web vom Abakus Internet Marketing hat es auf den Punkt gebracht: „Stellen wir uns mal vor was die für eine Auflage haben. Wir reden von Tausenden die diesen Mist lesen und natürlich glauben werden. Das ist das schlimmste an der Sache. Viele glauben alles was im Print steht. Die vertrauen den Redakteuren. Und wir SEOs haben das nacher auszubaden.“

Und um Was geht es? Im Text werden Tipps und Hinweise verbreitet, die schon seit über 2 Jahren einfach falsch sind.

„Futter für die Suchmaschinen sind auch meta-tags. Vor allem der meta-tag Keywords ist wichtig“ – Unsinn: Dieser meta-tag wird seit rund zwei Jahren von den großen Suchmaschinen komplett ignoriert.

„Achten Sie darauf die Schlüsselwörter nicht zu oft, etwa mehrt als 5 mal, zu wiederholen“ – Das galt schon vor mehr als zwei Jahren als Keyword-spamming und wurde von den Suchmaschinen nicht gerne gesehen. Jetzt kann man es sooft schreiben wie man will – der tag „keywords“ wird sowieso nicht beachtet.

„Das Meta-tag description benötigt keine Keywords – hier sollten sie einfach nur Ihre Webseite für Ihre Kunden interessant machen – nicht für Suchmaschinen“ – Das Meta-tag wird von keinem Kunden überhaupt auch nur gesehen – wie alle Meta-tags ist es in dem normalerweise nur für die Suchmaschinen lesbaren Bereich einer Webseite angebracht. Darüberhinaus ist dieser tag (neben dem title ) der Wichtigste im unsichtbaren Bereich. Keywordspamming ist allerdings – wie da wohl angedeutet“ hier auch nicht nicht angesagt.

„Anmeldedienste helfen, die Webseite bei mehreren Suchmaschinen zu promoten“ – Anmeldedienste bringen gar nichts. Es bringt auch nichts, sich in Suchmaschinen „anzumelden“. Direkte Anmeldungen bei Suchmaschinen – vielleicht noch via payable Eintragsdienst – haben keine Auswirkungen. SuMa-Spider kommen vorbei, wenn sie die Seite über einen Link auf einer bereits bekannten Seite finden … also Links sammeln und Geld für Eintragsdienste sparen.

… eine Liste, die sich weiter fortsetzen läßt. Zwischen dem Sammelsurium an Fehlinformationen, schlechten Tipps und falschen Hinweisen finden sich auch einige richtige Ausführungen. Aber wie soll das der Laie, der sich informieren will, auseinanderhalten? Und ein striktes Befolgen aller Hinweise führt zu einem: Die Webseite wird eben nicht besser als andere schlecht optimierte Seiten auch mit den Suchmaschinen gefunden… viel Arbeit für nix.

Alles in allem ein peinliches Schauspiel, das die Zeitung da abgibt. Ist das jetzt einfach nur schlechte Recherche oder möchte man da mit Absicht Falschinformationen verbreiten?

Auf jeden Fall viel Arbeit für die Zunft der SEOs, die ihren nun bestens informierten Kunden erklären dürfen, das man nicht alles für bare Münze nehmen darf, das irgendwo in einem „Fachblatt“ gedruckt wird.

Linktausch Spammer

Das eingehende Links für Domains sinnvoll sind, hat sich herumgesprochen. Google bewertet die Relevanz einer Webseite nach Anzahl und Qualität der eingehenden links.

Daraus entwickelt hat sich sogenanntes „linkbuilding“ – und in der Spitze dann Linktausch-Spam:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir erlauben uns anzufragen ob Sie mit Ihrer Domain www.xxxx.de
an einem Linktausch mit uns Interesse haben.
Wir suchen Linktausch-Partner für unsere Projekte.

Als Gegenleistung dafür bieten wir ihnen an, Links zu Ihrer Domain
auf 2 Page-Rank Domains zu setzen, die, genau wie Ihre Domain auch,
einen Pagerank von 2 haben.
Direkt auf der Startseite und mit Linktext Ihrer Wahl.

Wir haben 4 Projekte, für die wir Link-Partner suchen:

Projekt 1
www. Domain-Pay .de

Projekt 2
www. schenkt-dir-ein-handy .de

Projekt 3
www. Hilfe-Forum .eu

Projekt 4
www. Samba .info

Sollte Sie Interesse haben mit einem der vier Projekte eine
Linktausch Partnerschaft einzugehen, würden wir uns sehr über eine
Antwort freuen.
Wir senden Ihnen bei Interesse auch gerne die Liste unserer Page-Rank
Domains, die bei einem Linktausch auf Ihre Seite linken würden.

Wir bedanken uns dass Sie unsere Anfrage gelesen haben, und
verbleiben mit freundlichen Grüßen.

Projektbetreuung
www.Hilfe-Forum.eu
www.Domain-Pay.de“

Davon habe ich in den letzten Stunden fünf oder sechs erhalten, die letzte nachdem ich die Versender eindringlich gebeten habe, von derartigen Angeboten Abstand zu nehmen.

Bitte 1:
„Können Sie bitte aufhören mich mit themenfernen Linkrequests vollzuspammen?

Ihre Seiten haben inhaltlich nichts mit den meinen zu tun, ein Linktausch
ist weder angebracht noch gewünscht.“

Antwort 1:
„Sie kennen die Domains ja noch nicht mal die auf sie Linken sollen. Wie
können Sie da schon wissen das sie nicht Themenrelevant sind? „

Bitte 2:
„Ich habe nur Ihre unsinnigen Linkangebote satt. Spammen Sie doch einfach
andere Leute zu“

Antwort 2:
„Wir spammen nicht und wir versenden auch keine unsinnigen Angebote“

(Zwischendurch: Neues Linkangebot für eine meiner Domains)

Bitte 3:
„Natürlich ist das Spam was sie da veranstalten … ich habe allein 5 von
Ihren „Angeboten“ erhalten.

Ich habe Keine Interesse an einer Ihrer Domains. Ich habe Sie nicht
eingeladen, mir irgendwelche Angebote zu schicken.

Lassen Sie es einfach bleiben“

Antwort 3:
„Sie haben die Mail nicht gelesen sonnst wüssten sie das dies kein Angebot
ist.
Wir verkaufen nichts… „

Warum deratige „Angebote“ nicht sinnvoll sind?
Zum einen kommen die Angebote „ungefragt“ und offensichtlich in massen und ziellos. Das einzige Auswahlkriterium für den „Spammer“ ist, ob eine fremde Domain eine Google-PR hat oder nicht.
Mal abgesehen davon, das man etwas empfehlen soll, das nicht unbedingt empfehlenswert ist, weiß man nicht, was man dafür zurück bekommen soll. Ob die zu verlinkenden Seiten für die Besucher meiner Domain in irgendeiner Form von Interesse sein könnten, interessiert den „Spammer“ nicht. Ihn interessiert der PR meiner Domain, nicht der Inhalt, nicht die Besucher. Es geht ausschließlich darum, durch viele Links ein gutes Google-Ranking zu erhalten. Und zwar für seine Domains …
Gemäß den Google Guidelines wird für Webseiten empohlen:
„Vermeiden Sie Tricks, die das Suchmaschinen-Ranking verbessern sollen. Beachten Sie die folgende Faustregel: Sie sollten kein schlechtes Gefühl haben, wenn Sie einer konkurrierenden Website Ihre Vorgehensweise erklären sollen. Eine weitere hilfreiche Frage lautet: „Nutzt dies den Besuchern meiner Website? Würde ich das auch tun, wenn es keine Suchmaschinen gäbe?“

Aller Wahrscheinlichkeit nach würde kein Webmaster „freiwillig“ auf eine der „angebotenen Domains“ verlinken. Deshalb nutzen die Betreiber diesen Linktausch-Spam – und das sehr umfassend und überhaupt nicht auf die Inhalte der Domains bezogen. Sowas ist nicht gut für das Internet, nicht gut für die beteiligten Domain (dazu noch tapsig gemacht und für die hoffierten Suchmaschinen leicht durchschaubar).

Für mich die übelste Linktauschspammerei, die zur Zeit am Markt ist.

—————————————–
edit:
1. Versender der Mails scheint Mario Dolzer oder ein von ihm Beauftragter zu sein. Von Herrn Dolzers email habe ich jedenfalls eine mail dazu erhalten.
„Ich bin zwar nicht Herr Dolzer sondern bearbeite nur diesen Mail Account
aber sie verwechseln da anscheinend etwas, Wir versenden keinen Spam.
Und bei uns ist auch nichts Automatisiert. „

2. Nach der letzten Antwort hatte ich dem „Team“ dann den Link zu diesem Blog geschickt und folgende Antwort erhalten:
„Und was genau wollen sie uns mit diesem Link sagen?
Das sie die Gesetze nicht kennen?
Kein Problem da helfen wir gerne weiter. „

Ist das als Drohung aufzufassen, das ich solchen Linktausch Spam zu ertragen habe? Können die das nicht einfach sein lassen?

Gott auch zum Sofortkauf

Das ist der Beweis: Es gibt Gott (!!!) – bei ebay!

Gott bei ebay
(Screenshot 24.07.2005, 19:00)

Mal schauen, wie lange Gott noch im Angebot ist?
http://www.google.de/search?hl=de&q=Gott&btnG=Google-Suche&meta=

Content back to searchresults

In den SEO Foren häufen sich derzeit die Fragen aufgeregter Webmaster darüber, das Google die Seiten Ihrer Domain nur noch als URL und ohne Beschreibungen anzeigt. Gleichzeitig geht die Anzahl der indexierten Seiten und der Backlinks zurück. Geklagt wird häufig von Webmastern, die mit ihrer Domain seit langem auch in Top-Positionen der Suchmaschinen waren und diese Positionen jetzt verloren haben. Betroffen sind oft Webmaster mit Domains mit hunderten oder tausenden von Einzelseiten.
Was für den einzelnen Webmaster erst einmal einer Katastophe gleichkommt, kann für die Suchergebnisse der Suchmaschinen eine Offenbarung werden: Google und Co scheinen Ihre Filter für „Doppelten Content“ (DC)anzuziehen.
Eine Überprüfung, ob die eigene Domain von diesen DC-Filtern betroffen sein könnte, ist relativ leicht durchführbar:
1. Denke alle Affili-Inhalte von jeder Einzelseite der Domain weg.
2. Denke alle Inhalte wie Pressemitteilungen oder ähnlichem weg, die auf vielen Webseiten veröffentlicht werden.
3. Vergleiche das, was auf einer Seite übrigbleibt mit den anderen Seiten der Domain. Streiche alles weg, was auf allen Seiten vorkommt.
4. Gib eine ehrliche Antwort auf die Frage, ob das, was dann noch übrig bleibt, es wert ist, das es irgendwo in den Suchergebnissen auf hunderten von Einzelseiten verteilt angezeigt werden soll. Gibt es einen Mehrwert für denjenigen, der die Suchmaschine nutzt?
Es wird Zeit, das die Suchmaschinen ihre Suchergebnisse genau von diesen „Inhalten“ befreien und bessere, relevantere weil „einzigartige“ Ergebnisse in ihren Ergebnissen ausspucken. Ich vermute, das die erschreckten Webmaster von heute nur die Spitze des Eisberges bei einer Aktion „Content back to search results“ sind.

Auswahl von Suchmaschinenmarketing-Dienstleistern verlangt Kompetenz

Recht einfallslos wirbt Thorsten Wichmann für einen neuen Berlecon Report „Dienstleister für Suchmaschinen-Marketing„. Die wichtigen Erkenntnisse seines Artikels zusammengefasst:

„Denn einerseits ist Suchmaschinenmarketing (SMM) Kommunikation und verlangt ein Verständnis für Botschaften, Worte und Formulierungen, also Sprachkompetenz. Andererseits hat SMM aber auch sehr viele technische Aspekte, ganz besonders wenn es um die Suchmaschinenoptimierung von Websites geht. Und schließlich benötigt erfolgreiches SMM ein gutes Zahlenverständnis. Besonders bei Pay-per-Click-Werbung auf Suchmaschinen müssen permanent die Kosten anhand von Impressions, Klickraten und Umwandlungsraten optimiert werden.“

(aus: weblog.berlecon.de)

Das Berlecon-Suchmaschinen Marketing (BSMM) ist zumindest nicht gleichzusetzen mit der Optimierung von Websites für die Suchmaschinen. Aber was ist es dann? Marketing mit Hilfe von Suchmaschinen?

Welche Unternehmen im Report analysiert worden sind, sagt er dann schon: SEOs und Agenturen, die sich um das ppc Kampagnen der Unternehmen kümmern. Die Beschreibung der Fähigkeiten past dann doch wohl eher auf die ppc-Agentur – wichtige Voraussetzungen für saubere SEO-Arbeit oder gar PR für Webseiten fehlen im Anspruch. Und Begriffsverwirrung gibt es auch noch…

Ansonsten folgen altbekannte Wahrheiten (recht frei zitiert): „Nicht jeder Marketing-Mann hält, was er verspricht“, „Outsourcing kann clever sein“, „Gute Leistung kostet Geld und ist nicht über Nacht zu haben“ und „Definiere Ziele, wenn Du was Neues anfängst“.

Wer diese und eine Reihe weiterer Regeln für das Suchmaschinenmarketing und die Auswahl von SMM-Dienstleistern beherzigt, der kann mit Suchmaschinenmarketing sein Marketing-Mix sinnvoll ergänzen und das Internet als Sales- und Marketing-Kanal ausbauen.

Dem ist dann wohl nichts mehr hinzuzufügen.

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